„Solidarität Mainspitze“ zeigt das Musical „König der Löwen“ in Ginsheim

GINSHEIM – „Ein Märchen auf Rollen“- Da hat sich der Rollsportverein „Solidarität Mainspitze“ wieder etwas einfallen lassen, um die Kulturbeflissenen in die Magie des Broadway-Musicals „König der Löwen“ zu entführen. Eine Gala-Vorstellung – und das im Doppelpack. Begeisterungsstürme in der Sporthalle der Integrierten Gesamtschule am Samstag und am Sonntag für die von Annika Wolbert choreografierte Inszenierung.

Standing Ovations für die Akteure

60 Aktive, die auf den Rollen „tänzelten“ und gleichermaßen schauspielerische Fähigkeiten unter Beweis stellten. Eine großartige Leistung der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Tolle Kostüme und hübsch geschminkte animalisch angehauchte Gesichter. Ein Lob für die Schminkmeisterin „Fera Wiese“, Applaus für das von Heiko Ifland gestaltete Bühnenbild und das Technik-Team. Einfach herrlich anzusehen, wenn Giraffen, Zebras, Elefanten, Affen und Geier über die Bühnenfläche zirkulieren. Da gibt es Pirouetten zu bestaunen, hin und wieder erklingen die Djemben im Hintergrund, und die vom Band verkündeten Textpassagen. Alles passt zusammen, ein harmonisches Bild vom schwarzen Kontinent und die Akteure bewegen ihre zarten Münder so lippensynchron, als ob sie diese Sprechrolle auch phonetisch herüberbringen könnten.

Im Background erklingt der bedrohlich wirkende Titel „Spiel mir das Lied vom Tod“, kleine Geier umschwirren bereits ihre potenziellen Opfer. Es könnte alles so friedlich sein in der Welt der großen und kleinen Tiere, denn König Mufasa regiert sein Reich gerecht und umsichtig. Wäre da nicht sein Bruder Scar, der ihm die Macht neidet und sich mit drei Hyänen verbündet, die seinen kleinen Neffen Simba töten sollen.

Nachdem der erste Versuch misslungen ist, lösen die Hyänen die Stampede einer Gnu-Herde aus. Als Mufasa auf tragische Weise ums Leben kommt, fühlt sich Simba verantwortlich, wird von Hyänen aus dem geweihten Land vertrieben und in den vermeintlichen Tod geschickt. Erdmännchen Timon und Warzenschwein Pumba päppeln ihn auf und lehren ihren neuen Freund ihre Philosophie „Hakuna Matata“, mit der ein friedliches, sorgenfreies Leben verbunden ist. So wächst Simba zu einem starken, erwachsenen Löwen heran. Den kleinen Simba verkörpert die elfjährige Viola Wiese nicht nur als schauspielerische Protagonistin. Sie weiß dies mit ihrer Kunst auf Kufen als Deutsche Meisterin in ihrer Altersklasse zu präsentieren. Es wäre allerdings nicht fair, den Protagonisten einen Sonderstatus einzuräumen. Choreographin Annika Wilbert hat das „Märchen auf Rollen“ nicht nur im Team einstudiert, sondern bei der Auswahl der Handlungsfiguren einen Gemeinschaftsgeist versprüht. So durfte jeder Akteur ein Star am Musical-Firmament sein. Standing Ovations für die Akteure, Lob auch für die emsigen Helfer an der Kuchen- und Kaffeetheke.

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