RSM gleich doppelt vertreten bei Europa-Cup

Es ist schon eine besondere Auszeichnung für einen Rollkunstläufer, bei einem Europa-Cup dabei sein zu können. Im Fall des RSM wurden in diesem Jahr sogar gleich 2 Läuferinnen vom deutschen Verband für diesen hochkarätigen europäischen Wettbewerb nominiert, die beiden Bundeskaderläuferinnen Melina Schönig und Viola Wiese. So traten sie gespannt gemeinsam mit Trainerin Ilona Wojciechowski-Fritsch die Reise ins entfernte Malaga/Spanien an. Die 15-jährige Melina Schönig war für den Start bei den Cadetten (Schüler A) nominiert. Für Melina war es der Abschluss einer langen Saison, die im April mit den ersten nationalen Wettbewerben begann und mit gleich drei internationalen Wettbewerben (Europameisterschaft, Interland-Cup und Europa-Cup) in den letzten 2 Monaten endete. Dies verlangte von Melina eine große Trainingsdisziplin. Es ist nicht selbstverständlich, dass Sportler in diesem Alter ihre komplette Freizeit einschließlich der Schulferien opfern, um sich auf Wettbewerbe vorzubereiten. Dies zeigt, wie ernst Melina ihre Aufgabe nimmt. Im spanischen Fuengirola (bei Malaga) erwartete die Schülerin des Neuen Gymnasiums dann auch eine sehr starke Konkurrenz. Schon beim ersten Training wurde klar, dass an den acht Läuferinnen aus Italien, Spanien und Portugal kein Vorbeikommen war. So war Melinas großes Ziel, dann wenigstens Platz 9 zu erreichen. Und dieses Ziel konnte verwirklicht werden. Mit zwei sehr ausdrucksstarken Vorführungen sowohl in der Kurzkür als auch im Langprogramm, die zwar beide nicht fehlerfrei waren, aber doch auch viele gelungene und hochwertige Elemente wie zum Beispiel einen schönen Doppel-Axel beinhalteten, erreichte Melina einen guten 9. Platz, mit dem sie sehr zufrieden ist. Dies war ihr letzter Wettbewerb bei den Cadetten, im nächsten Jahr wird Melina in der Jugendklasse starten. Die 12-jährige Viola Wiese startete in der Kategorie der Espoir (Schüler B). Auch für sie war es nicht der erste internationale Auftritt in diesem Jahr, war sie doch schon im Mai bei einem internationalen Wettbewerb in Triest/Italien für Deutschland gestartet. Wie Melina hatte sich intensiv auf diesen so wichtigen europäischen Wettkampf mit Top-Läufern anderer europäischer Nationen vorbereitet. Vor Ort musste sie sich dann gleich in 2 Wettbewerben der starken europäischen Konkurrenz stellen, zunächst in der Kür und 2 Tage später noch in der Pflicht. Der Kürwettbewerb startete nach vorangegangener Verzögerung erst weit nach 22.00 Uhr abends. Trotzdem konnte Viola ihr ganzes Potential abrufen und zeigte eine fast fehlerfreie Leistung. Zwar waren ein paar spanische und portugiesische Läuferinnen noch etwas stärker, was aber zu erwarten gewesen war, so dass sie sich schließlich über einen ganz hervorragenden 7. Platz in diesem hochklassig besetzten Feld freuen durfte. Am übernächsten Tag im Pflichtwettkampf zeigte Viola dann noch einmal eine hochkonzentrierte Leistung auf 2 Pflichtbögen und einer Schlinge. Mit dieser guten Leistung konnte sie sich hier sogar den 3. Platz und die Bronzemedaille erlaufen. Beide RSM-Talente und ihre Trainerin Ilona Wojciechowski-Fritsch konnten sehr stolz auf das Abschneiden bei ihrem letzten internationalen Wettkampf des Jahres sein.

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